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Pressestimmen

Westfälischer Anzeiger / Salome

»Als Sensation gefeiert wird die neue »Salome« an der Oper Bonn. Alexandra Szemerédy und Magdolna Parditka haben Oscar Wildes und Richard Strauss` unappetitliche Pubertätsfantasien der alttestamentarischen Prinzessin aus einer konsequent weiblichen Perspektive heraus inszeniert und das mit bohrender Intensität und handwerklicher Brillanz. (...)«

Pedro Obiera

Theater : Pur / Salome

»Alexandra Szemerédy und Magdolna Parditka, als Regie- und Ausstattungsduo ein bewährtes Team, zeichnen ihre Salome messerscharf. (...) Eine szenisch sehr beachtenswerte Produktion.«

Martin Schrahn

Der Opernfreund / Salome

»Selten ist der Zeittransport derart stimmig geraten wie jetzt in Bonn. Die glitschigen zwanziger Jahre bilden einen idealen Hintergrund für die dekadente Atmosphäre der Oper, eingefangen im Schwarz-Weiß-Raum eines Nobelrestaurants (Ausstattung: das Regieteam). Manche Überlegungen zu dieser aufregenden Opernkonzeption verdichten sich übrigens erst nach Ende der Aufführung. Sie lässt einen nicht los.«

Christoph Zimmermann

Der Opernfreund / Salome

»ich habe selten eine so aufregende Inszenierung durchlebt, wie die gestrige Bonner SALOME des phänomenalen Regie-Teams Alexandra Szemerédy & Magdolna Parditka. Das war Musiktheater par excellence. Unser Bonner Regie-Dreamteam löst die Geschichte so brillant wie überzeugend.«

Peter Bilsing

Opernwelt / Tosca

»Ein junges, auch für Bühne und Kostüme zuständiges Regie-Duo Alexandra Szemerédy und Magdolna Parditka, steigert Puccinis politisch grundiertes Drama schockierend in eine rein militaristische Dimension hinein: (...) graue Riesenwände mit Kerkerlöchern beschwören eine kalte kafkaeske Gewalt, die Angst, Schrecken und Opfer produziert. (...) Konsequent das alles. Das Hannoveraner Ensemble ist spielfreudig wie aus einem Guss. «Tosca» – eine hoch emotionalisierte Studie über den Freiheitsdrang von unten und die Gewalttätigkeit von oben.«

Wolfgang Schreiber

Opernglas / Tosca

»Mehr als einmal brechen Szemerédy und Parditka mit herkömmlichen Bildern und befreien das Werk mit teilweise drastischen, aber richtigen szenischen Einfällen von falscher Romantik. (...) Das ist optisch bezwingend wie grandios gelöst.«

S. Mauß

General Anzeiger / Written on Skin

»Umjubelte Premiere: George Benjamins Written on Skin ist in Bonn in einer packenden Inszenierung zu erleben. Alexandra Szemerédy und Magdolna Parditka emanzipieren sich klug von der Ur-Inszenierung aus Aix-en-Provence.(...)George Benjamin, der zum Schlussapplaus selbst auf die Bühne kam, schien zufrieden.«

Bernhard Hartmann (2013)

Die Deutsche Bühne / Written on Skin

»man muss Crimps Verquickung von Mordgeschichte und Weltgeschichte auch nicht unbedingt gelungen finden. Aber wenn man dieses Werk inszeniert, sollte man sich damit auseinandersetzen. Und genau das hat jetzt das in letzter Zeit vielgelobte (und gerade eben für den Deutschen Theaterpreis DER FAUST nominierte) Regie- und Ausstattungsduo Alexandra Szemerédy und Magdolna Parditka am Theater Bonn getan, wo der neue Intendant Bernhard Helmich in Kooperation mit dem Bonner Beethovenfest seine erste Spielzeit mit „Written on Skin“ eröffnete. (...) Ein mutiger Einstand (...)den das Publikum in Anwesenheit des Komponisten einhellig bejubelte.« 

Detlef Brandenburg (2013)

Kultura-Extra / Written on Skin

»Written on Skin wurde im Juli 2012 uraufgeführt. In Bonn erlebt sie jetzt ihre erste Neuinszenierung. Aber es ist ein Wagnis, das aufgeht. Dazu tragen verschiedene Faktoren bei: eine konzentrierte Inszenierung, in der die eher abstrakten Figuren in einer stimmigen Personenregie zusammengeführt werden. Durchweg sehr gute Sänger, die auch szenisch überzeugen. Ein Bühnenbild, das viele Schaupunkte eröffnet. (...)
Magdolna Parditka und Alexandra Szemerédy gelingt eine szenische Auseinandersetzung mit der Musik, die anregt und Lust auf mehrmaliges Sehen macht, weil es immer wieder etwas Neues zu entdecken gibt. Ein verheißungsvoller Auftakt an der Oper Bonn.«

Karoline Bendig (2013)

Kölnische Rundschau / Written on Skin

»Alexandra Szemerédy und Magdolna Parditka greifen in ihrem genial konstruierten Bühnenbild die unterschiedlichen Zeit- und Handlungsebenen auf und kommentieren sie zugleich, oftmals sehr moralphilosophisch, wie es auch die Engel tun. Etwa in einer albtraumhaften Sequenz, in der eine Frau aus dem Bewegungschor im Sekundentakt Kinder gebiert, die dann auf einem Förderband talwärts in die böse Welt hinein transportiert werden. (...) Das Herzstück der Bühne bildet ein scheinbar im Raum schwebendes Zimmerfragment. Eine goldene Leiter durchstößt surreal den Boden und ragt weit in den Himmel empor; der Rest der Bühne ist ein unwirtlicher Endzeit-Ort, um ein Loch in einer Felswand liegen unzählige Bücher. "Macht jedes Buch zu einem kostbaren Objekt auf Haut geschrieben", fordern die Engel. (...) George Benjamin, der zum Schlussapplaus selbst auf die Bühne kam, schien zufrieden.«

Bernhard Hartmann (2013)

Der Neue Merker / Written on Skin

»... die Bühnenvorgänge einfach auf sich wirken zu lassen, kann man nur beeindruckt sein. Der anwesende Komponist war es mit Sicherheit. Das Bühnenbild ist im übrigen enorm zwingend: eine mit Büchern übersäte Szene, darauf ein architektonisch komplizierter Aufbau, in welchem Wohnungsausschnitt und eine Art Gebirgslandschaft optisch attraktiv miteinander verzahnt sind. Um die vielen Details der Aufführung angemessen aufzunehmen und würdigen zu können, müsste man sich im Grunde mindestens ein zweites Mal ansehen«

Christoph Zimmermann (2013)

Der Opernfreund

»Das ungarische Regieteam räumt mit herkömmlichen Sehgewohnheiten rigoros auf, entkleidet Puccinis Werk jeglichen altbackenen Kitsches und aller japanischer Klischeehaftigkeit und siedelt es in einem nüchternen modernen Rahmen an. Keine exotische Kulisse und keine herkömmlichen Kimonos prägen das Bühnenbild, sondern ein karg und trist anmutender Raum. (...)Mit großer Vehemenz dringen die beiden Regisseurinnen zum Kern der Handlung vor, deren Essenz sie mit schonungsloser Härte offenlegen, wobei sich die Grenzen zwischen Realität und surrealen Traumsequenzen oft miteinander vermischen. Das Geschehen stellt in dieser Interpretation gleichsam eine Selbstreflexion Butterflys dar. Gleichsam als Grenzgängerin zwischen wirklicher und imaginierter Welt sinniert sie über ihre Liebe zu dem hier ausgesprochen unsympathisch gezeichneten Pinkerton. Geschickt rollt das Regieteam die Handlung von hinten auf und lässt sie als Rückschau der Geisha ablaufen.«

Ludwig Steinbach (2013)

Der Neue Merker

»Das ungarische Team holt die politische Brisanz der Zeit in die Operette zurück, spielerisch zwar, manchmal auch drastisch, selten ironisch, aber immer mit einem Ernst, der die Heile-Welt-Bilder nachdrücklich irritiert, ohne die Leichtigkeit des Genres zu zerstören.«

Werner Häußner

Gießener Anzeiger

»Längst hat da auch die Weltkarte im Hintergrund und an den Seiten der Bühne den Zuschauern verraten, dass wir uns mitten im Kalten Krieg befinden. In die Hochzeit des politisch-militärischen Kräftemessens zwischen Ost und West haben die beiden ungarischstämmigen Regisseurinnen Alexandra Szermerédy und Magdolna Parditka die 1931 uraufgeführte Operette „Viktoria und ihr Husar“ des Ungarn Paul Abraham verlegt. Die beiden jungen Damen führen aber nicht nur Regie, sondern zeichnen auch für die Ausstattung und Kostüme verantwortlich. In geradezu verschwenderischer Fülle fluten sie die Bühne mit ihren Einfällen, und der bunte, schrille Reigen scheint kein Ende nehmen zu wollen. Eine verrückte Idee bringt die nächste hervor.
Doch Vorsicht, heile Operettenwelt ist nicht immer zu erwarten: Die Musik und das Geschehen auf der Bühne ergeben oft harte Kontraste.

Während eine Geige im Orchestergraben glutvoll schmachtet, werden im Vorspiel Gefangene von Wachmannschaften geschlagen, misshandelt und hingerichtet. Während Viktoria, die Frau des amerikanischen Gesandten in Tokio, als blonde Marilyn-Monroe-Kopie die Revuetreppe herabsteigt, ist die Toilettenspülung in der engen, miefigen Spießerwohnung von Piroska (Marie-Louise Gutteck) und Béla Pörkölty (Rainer Hustedt) laut zu hören. Ansonsten reizen die Regisseurinnen die Möglichkeiten einer Revue bis zum Äußersten aus, um mit Klischees über Ungarn zu spielen. Und wie bei einem Gulasch landet in ihrer Inszenierung alles in einem großen Topf.«

Thomas Schmitz-Albohn

Wetzlarer Neue Zeitung

»Gewöhnungsbedürftig ist Alexandra Szemerédys und Magdolna Parditkas Inszenierung zunächst schon. Beim opulenten Schlussbeifall buht eine Stimme „Etikettenschwindel“. Doch ihr „Viktoria und ihr Husar“ am Stadttheater Gießen hat Biss, Tempo, Phantasie und Tiefgang. Die Inszenierung polarisiert, weil Operettenlklischees ironisch hinterfragt werden und Realität mit Märchenwelt kontrastiert sind. Mehrere Spielebenen sorgen für Abwechslung. Simultan bis ins Groteske gesteigerte Bauernszenen stehen im Kontrast zu Ballszenen der Oberschicht. Eine Videobefragung in der Gießener Fußgängerzone räumt mit dem Klischee über Ungarn gleich Czardas und Gulasch auf.«

Peter Merck

ARTE

»...jugendlich, frech inszenierte Mozart Oper, geradezu erfrischend...«

Sven Waskönig (2011)

WAZ

»...Ruhr.2010 und das Kulturhauptstadtjahr verführten das junge Regie-Duo Alexandra Szermerdy und Magdolna Parditka, das schon mit ungewöhnlich ausgelegten Wagner-Projekten Furore machen konnte, zu einer ungewöhnlichen, aber leidenschaftlich absolvierten Aufgabe.
Henze, der die Musikszene bei Ruhr.2010 dominiert, wird im Programmheft zitiert: »Die Musik für das Theater muss ihre Hörer betäuben, verzaubern, verschrecken, beschwören, verführen, unterhalten...« Diese Aussage war fast in allen Differenzierungen das Leitmotiv für die Regisseurinnen.
Auf Mozarts »Schauspieldirektor« folgt Henzes »Wundertheater«, als kabarettistische Show inszeniert. Das Szenario erzählt von Todesangst und Lebenswillen, der Sog von Musik und Szene im engen Geflecht der Leiber und Stimmen vermittelt Spannung bis zum Schluss.«

Hans Jörg Loskill (2010)

Opernglas

»...Magdolna Parditka und Alexandra Szemerédy, die sich gemeinsam Kostüm, Bühnenbild und Regie widmeten, konnten durch einige gelungene dramaturgische Ansätze einen stringenten Musiktheaterabend entwickeln...«

Patrick Wurzel (2011)

International Opera Review

»...Hence the auspicious choice of two imaginative young Hungarian directors, Magdolna Parditka and Alexandra Szemerédy, who together tried their hand at a fresh approach to a work that is still as progressive as ever in the way it focuses on the love rather than the adultery involved in the plot, making a case for a love not defined by social obligations and marital conventions. These themes were given a new look, emphasizing precisely this avant-garde vision.
Voices murmuring the verses written by Gottfried von Strassburg long ago are the first sound to meet our ears as the lights go down, only to fade seamlessly – as if the composer himself had called for it - into the opening strains from the orchestra, gradually building up and culminating in a spell-binding Tristan-chord. Apart from the notion of making Tristan and King Marke into fencing champions, most of the directors’ ideas are meant to bring out the inner drama of the two title characters. The symbolism is stark, simple yet gripping: contrasts of water, fire and earth, the black and white of a chess game that both can only win or lose together, offset by the red color of blood and love, light and shadows reflecting the duality of night and day, a stage lined with empty glasses during the first act, which are subsequently filled and overturned as the story unfolds. There is more, a crack in the backdrop, widens slowly but surely into huge gash, creating the illusion that the stage is about to break in two – all of this was designed to great effect, as were the costumes.«

Bettina Mara (2010)

Opera

»...The WAGNER IN BUDAPEST Festival, held since 2006 in the city´s PALACE OF ARTS under Adam Fischers direction, has already become something of a tradition. This year´s events commenced with Parsifal, conceived by two rising young director-designers, Alexandra Szemerédy and Magdolna Parditka, whose poetic imagination grew from an exceptional understanding of the work. The essence of the stage picture was the contrast between black and white, symbolizing Klingsor´s magical realm on one side and the kingdom of the Grail on the other. The economical but expressive use of symbolism and the superb lighting by Károly Györgyfalvai created the right atmosphere  for Wagner´s valedictory work.«

Klaus Billand (2009)

Opernwelt

»...Adam Fischer hat , seine Erfahrungen am grünen Hügel nützend, im Palast der Künste am Budapester Donau-Ufer ein Alternativ Bayreuth geschaffen. Zweimal wurde im Juni 2009 der Ring-Zyklus gespielt. Nun kam Parsifal hinzu, eine Produktion, mit der die Budapester Wagner-Tage 2006 begannen. Alexandra Szemerédy und Magdolna Parditka, verantwortlich für die szenische Umsetzung (...) führten die Darsteller auf stilisierter Bühne insgesamt konzentriert.«

Gerhard Persché (2009)

Der Opernfreund

»...Alexandra Szemerédy und Magdolna Parditka entwarfen gemeinsam die gesamte Ausstattung und das äußerst interessante Regiekonzept, welches von großem Verständnis dieses opus ultimum Richard Wagners zeugt...«

Harald Lacina (2009)

Der neue Merker

»...Die Konzeption für die Interpretation wurde von Alexandra Szemerédy und Magdolna Parditka, zwei noch sehr jungen Nachwuchsregisseurinnen, entworfen und demonstrierte ein ausgezeichnetes Werkverständnis sowie viel poetische Fantasie.«

Klaus Billand (2009)

Nike Wagner über den Budapester „Parsifal“

In der Zeitschrift der Budapester Wagner Gesellschaft

»Gefällt Ihnen die Vorstellung?
NW:Toll! Freut mich sehr, dass ich hier sein kann. So ein Stück, wie der Parsifal ist sehr geeignet für so eine minimalistische Inszenierung. Ganz besonders gefällt sie mir, weil man wirklich spürt, dass die Handlung aus der Musik entwächst. (...)
Und was meinen Sie über Christoph Schlingensiefs Parsifal-Inszenierung, welche auch derzeit in Bayreuth zu sehen ist?

NW: Oh, sie ist genau das Gegenteil von dieser. Schlingensief liebt Afrika heiß, er mag es gern, die Geschehnisse im gemeinsamen Kontext der Religionen erscheinen zu lassen. Also nicht nur aus dem Blickwinkel des Christentums, sondern aller Religionen. Hier, in Budapest, sehen wir Purismus, die in Bayreuth zur Zeit laufende Produktion ist anti-puristisch. Meiner Meinung nach steht diese Budapester Produktion Wagner viel näher, weil in dieser reduziert-theatralischen Umgebung das Reiche und die psychologische Seite der Musik viel mehr hervortritt. Dieser Stil ist beinah klassisch: weniger theatralisch, in erster Linie musikalisch. So erleben wir das Drama aus seinem Innersten. Es ist auch für die nicht deutschsprachigen gut verständlich. Und das ist bei weitem keine überholte Auffassung, viel mehr sehr aktuell, aber man kann nicht ausschließen, dass auch andere, sehr überraschende Wagner-Produktionen entstehen...«

Zoltán Rockenbauer (2006)

Operavilág (Opernwelt)

»...Alexandra Szemerédy und Magdolna Parditka konnten allein wegen des Spielortes keine realistische Interpretation geben. Hier gibt es keine Möglichkeiten für aufwendiges Bühnenbild und häufigen Szenenwechsel. Desto bemerkenswerter ist es, dass das vereinfachte Szenario ihre Gedanken gar nicht bremste, sondern viel mehr befruchtete. Am Anfang ist die Bühne mit einem schwarzen Bodentuch bedeckt. Während des Vorspiels sitzen drei Kinder auf der Bühne: zwei von ihnen sehen wir als Knappen wieder, der Dritte erscheint Zeit für Zeit als Parsifals Alter ego aus seiner Kindheit. Drei Knaben auftreten zu lassen kann natürlich eine Anspielung auf die, mit Parsifal in enger geistigen Verwandtschaft stehenden, „Zauberflöte“ bedeuten, jedoch genauso die Betonung meiner oben skizzierten Deutung, nämlich dass die Entwicklung eines Menschen von der Kindheit bis zur Erreichung der heiligen Liebe, amor sanctus, dauert. Das heißt überhaupt nicht, dass die Inszenierung im Zeichen meiner Interpretation geboren war. Ihre größte Tugend ist, dass sie uns inspirierende Einstellungen, prägnante Bilder und Effekte beschert, die zum Weiterdenken animieren und Schlüssel zu einer eigenen Parsifal-Deutung werden können.«

Gábor Bóka (2006)